07.09.2013, von Westfälische Nachrichten , Markus Schröder

Waldbrand, Keller in Flammen und ein Satellitenabsturz: Katastrophenschutzübung unter realen Bedingungen

Ein Keller steht in Flammen, Camper haben einen Waldbrand verursacht und wenn das nicht schon genug wäre: Ein Satellit stürzt über Münster-Handorf ab und zerfällt in radioaktive Einzelteile. Rund 500 Einsatzkräfte haben sich am 07.09.2013 an der Großübung "Spürsinn 2013" in und um die Lützow-Kaserne herum beteiligt.

Münster-Handorf. Ein Keller steht in Flammen, Camper haben einen Waldbrand verursacht und wenn das nicht schon genug wäre: Ein Satellit stürzt über Münster-Handorf ab und zerfällt in radioaktive Einzelteile. Rund 500 Einsatzkräfte haben sich am 07.09.2013 an der Großübung "Spürsinn 2013" in und um die Lützow-Kaserne herum beteiligt. Gleich fünf Aufgaben mussten bewältigt werden – und das unter realen Bedingungen: In der übergeordneten Szene, dem abgestürzten Satelliten, sind Strahler aus radioaktivem Material auf dem Gelände des Instituts der Feuerwehr (IdF) verteilt worden. Nur so konnten die Messgeräte bei der Suche auch ausschlagen, erklärt Feuerschutzdezernent Ludger Hoster. Entwarnung gab es trotzdem: Die radioaktiven Metallgegenstände waren gesichert, radioaktive Strahlung hätte nicht austreten können. Die Bezirksregierung Münster hat die Einsatzübung "Spürsinn 2013" organisiert . Neben den Feuerwehren des Regierungsbezirkes waren auch die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk (THW) beteiligt. Unterstützung gab es zudem vom Institut der Feuerwehr NRW und der Firma Urenco. Letztere hat unter anderem einen neuen Container zur Verfügung gestellt, der bei einem simulierten Unfall zum Einsatz kam – hier musste der Einsatzleiter feststellen, ob Uran aus dem Container entweicht. Die groß angelegte Einsatzübung war den Helfern seit längerer Zeit bekannt, und dennoch: Detailwissen hatte keiner der Beteiligten, betont Ludger Hoster. So kam es, dass ein ohnehin schwieriger Fall, ein Kellerbrand, zur einer großen Herausforderung wurde: Das Gebäude war mit einem weitläufigen Bunker ausgestattet. Die Hilfskräfte mussten hier nicht nur den Brand bekämpfen, sondern auch verletzte Menschen bergen. Am späten Nachmittag war dann alles vorbei. Alle Einsatzkräfte konnten ihre zugewiesenen Übungsszenen erfolgreich beenden und versammelten sich zu einem internen Abschlussgespräch in der Lützow-Kaserne. In den nächsten zwei bis drei Monaten soll die komplette Auswertung der Katastrophenschutzübung vorliegen, berichtet Übungsleiter und Erfinder der Gesamtszenerie Frank Recktenwald. Aus dem THW-Ortsverband Münster waren 12 Helferinnen und Helfer beteiligt. Im Zugtrupp und der Fachgruppe Führung/ Kommunikation übten sie den Führungsvorgang und die Koordination der über 80 Einsatzkräfte des THW im Auftrag der Einsatzleitung.


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