22.02.2013, von Markus Schröder

LKW-Transport nach Genua: Unterstützung für den Katastrophenschutz in Tunesien

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) Tunesien beim Aufbau ehrenamtlicher Strukturen im Katastrophenschutz. Hierzu gehört auch die Bereitstellung von Fahrzeugen für den tunesischen Katastrophenschutz. Drei Helfer aus dem Ortsverband Münster begleiteten die Überführung mehrerer Fahrzeuge nach Genua, die von dort aus nach Tunesien verschifft wurden.

Heiligenhaus/ Genua. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt das Technische Hilfswerk (THW) Tunesien beim Aufbau ehrenamtlicher Strukturen im Katastrophenschutz. Hierzu gehört auch die Bereitstellung von Fahrzeugen für den tunesischen Katastrophenschutz. Drei Helfer aus dem Ortsverband Münster begleiteten die Überführung mehrerer Fahrzeuge nach Genua, die von dort aus nach Tunesien verschifft wurden. Die Reise begann am 22.02.2013 um 5.00 Uhr in Münster. Neben den Münsteraner THW-Helfern Benjamin Barmeyer, Thomas Groppe und Willi Schröder wurden 3 weitere Helfer aus Rheine und Ibbenbüren zum THW-Landesverband NRW nach Heiligenhaus gebracht. Dort erhielten die insgesamt 20 Helfer, nach einem gemeinsamen Frühstück, weitere Informationen zum Marsch und eine Einweisung auf die Fahrzeuge. Unter den 9 KFZ, die für die Überführung eingeplant waren, fanden sich mehrere Gerätekraftwagen (GKW), Unimog und LKW mit Ladebordwand. Begleitet wurde der Konvoi vom Reisebus des Landesverbandes NRW. Gegen 8.00 Uhr startete der Verband dann in Richtung Lörrach, dem ersten Etappenziel. Von hier aus ging die Fahrt am Samstag durch die Schweiz und Italien weiter nach Vigevano. Am Montag erreichten alle Fahrzeuge Genua, wo sie dem tunesischen Katastrophenschutz übergeben und nach Tunesien verschifft wurden. Die Rückreise startete direkt im Anschluss und endete am 26.02.2013 gegen 14.00 Uhr, nach mehr als 2.000 km, wieder in Heiligenhaus. Dort wartete bereits ein Helfer aus Münster, um die Kameraden nach Hause zu bringen. Die altgedienten THW-Fahrzeuge sind für die drei ersten ehrenamtlichen Ortsverbände in Tunesien bestimmt, die in den vergangenen Monaten an den Standorten Ben Arous, Sidi Bouzid und Jendouda gegründet wurden. Mehr als 200 Freiwillige konnte die Tunesische Katastrophenschutzbehörde ONPC (Office National de la Protection Civile) bereits gewinnen. "Was hier in der Kürze der Zeit aufgebaut wurde, ist beeindruckend", sagte THW-Präsident Albrecht Broemme anlässlich einer früheren Fahrzeugüberführung. Ehrenamt und technische Ausstattung seien seit Jahrzehnten das Erfolgsmodell im Deutschen Bevölkerungsschutz. "Ich bin sicher, dass auch in Tunesien ein Katastrophenschutz ohne ehrenamtliche Einsatzkräfte bald nicht mehr vorstellbar ist." Das THW pflegt bereits seit Jahren gute Beziehungen zum Tunesischen Katastrophenschutz, die 1988 mit einem Einsatz des THW nach einer Überschwemmungskatastrophe begannen. Es folgten mehrere Einsätze in dem nordafrikanischen Land, zuletzt im März 2011. Mit Beginn der Unruhen in Libyen flohen damals zehntausende Menschen in das benachbarte Tunesien. Das THW unterstützte die Hilfsmaßnahmen der Vereinten Nationen (UN) mit Fachleuten für Logistik. Außerdem organisierte das THW, finanziert durch das Auswärtige Amt, Evakuierungsflüge von Djerba nach Kairo (Ägypten) und brachte mehr als 1.000 Ägypter wieder in ihre Heimat. Seit 1998 werden Nachwuchshelferinnen und -helfer der THW-Jugend jährlich vom tunesischen Zivilschutz zum Welttag des Katastrophenschutzes nach Tunesien eingeladen.


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